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DGSFDeutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V.

FST Halberstadt Buchhornstraße 1
38820 Halberstadt

Institut für Fortbildung, Supervision & Familientherapie

Tel.: 03941/603599

Programm - Vorträge

Fachtagung des FST Halberstadt und der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie

Vorträge am Donnerstag (Plenum, 10.15 - 12.30 Uhr)

Neue Erkenntnisse aus der ADHS-Forschung und ihre Konsequenzen für die Beratung und Erziehung
(Dr. Helmut Bonney, Heidelberg)

Die aktuellen Forschungsergebnisse der Neurobiologie legen die Vermutung nahe, dass zentrale Ver-haltensphänomene der ADHS ihren Ursprung in einer komplexen Wechselwirkung zwischen dem sich entwickelnden Gehirn und den Entwicklungsbedingungen des Kindes haben. Im Vortrag werden einige aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und mögliche Konsequenzen für Beratungs- und Erziehungshaltungen im Zusammenhang mit diesem Störungsbild diskutiert.

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! Widerstand, systemisch gesehen.
(Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp, Halle)

Steve de Shazer verstand „Widerstand“ als ein gedankliches Konstrukt und verkündete seinen Tod. Er vergrub ihn in seinem Garten und ersetzte den Widerstand durch „Kooperation“. Aber vielleicht haben wir ihn zu früh beseitigt und sollten ihn lieber wieder auferstehen lassen. So wie wir als SozialarbeiterInnen und BeraterInnen unsere Kunden dabei unterstützen, sich gegen manchmal unabänderbar scheinende „Tatsachen“ zur Wehr zu setzen, so können auch wir als Profis und Systemiker Widerstand zeigen und politisch aktiv werden.

Schuld und Liebe in der Familie und ihre Wirkung im Lebenslauf
(Dr. Rainer Adamaszek)

Biographische Schuld beruht auf unerfüllter Liebe und nicht wahrgenommener Verant-wortung in der Familie. Nachfolgende Familienmitglieder verwechseln sich unbewusst mit den Tätern, Opfern oder Schuldnern. Dieses Erleben kann zu Krankheit und psychischen Störungen führen, die oft nur durch Trauer, Versöhnung und Liebe reguliert werden können. Die Wirkung von Schuld und Opfer im Lebenslauf wird in diesem Vortrag neu interpretiert.

Vorträge am Freitag (Plenum, 09.00 - 12.30 Uhr)

„Was, wenn Erziehung ein Spiel wäre...“
(Jürgen Hargens, Meyn)

Das Spiel gilt als eine der herausragenden Fähigkeiten von Kindern - sich zu beschäftigen, sich zu entwickeln und zu lernen. Da wir alle einmal Kinder waren, verfügen wir über diese Fertigkeit. Systemisch-konstruktivistische Konzepte ermöglichen es, Verhalten aus ganz unterschiedlichen und wertschätzenden Positionen zu betrachten. Was, wenn die Idee, Erziehung als Spiel zu begreifen, ernster genommen würde? Wie wäre das hilfreich? Dieser Frage wird im Vortrag nachgegangen und verschiedene Antworten werden entworfen.

Vom Nutzen der Hirnforschung für die Systemische Praxis
(Dr. Janine Born, Kiel)

In den letzten Jahren hat die Hirnforschung viele Rätsel des menschlichen Verhaltens lösen können bzw. neue Hypothesen entwickelt. Wie diese neuen Erkenntnisse in Beratung und Erziehung praktisch genutzt werden können, hat bislang wenig Beachtung gefunden. Die Systemische Therapie ist derzeit dabei, die Ergebnisse zu prüfen und in ihre Konzepte zu integrieren. Im Vortrag wird auf moderne Erkenntnisse der Neurowissenschaft in Zusammenhang mit zwischenmenschlichem Verhalten und Störungen eingegangen. Anhand vielfältiger Beispiele wird erläutert, wie diese Informationen in der systemischen Praxis angewandt werden können.

Erziehung, Sozialisation und Ressourcen in Migrantenfamilien
(PD Dr. Haci-Halil Uslucan, Berlin)

Der sozialwissenschaftliche Diskurs um Migranten kreist seit einiger Zeit schnell um den Begriff der Parallelgesellschaft. Nicht selten werden dabei Kulturkonfliktansätze als Erklärung herangezogen und wenig reflektiert. Im Vortrag soll ein differenzierter Blick auf die Lebenswelten von Migranten geworfen werden und anhand exemplarischer Sozialisationsfelder (Erziehung, Jugendgewalt, Gesundheit, soziale Integration) Probleme und Chancen einer Integration diskutiert sowie konkrete Fördermöglichkeiten im pädagogischen Bereich aufgezeigt werden.

Systemische Trauerarbeit - Bedeutung und Grundlagen einer seelsorgerlichen Arbeit in der Heimerziehung
(Frank Natho, Halberstadt)

Die durchschnittliche Verweildauer von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe beträgt über ein Jahr. In dieser Zeit sind Kinder hin und her gerissen zwischen Bindung und Trennung, zwischen Familie und Heim. Sie erleben oft intensive Trauer- und Ablöseprozesse. Nicht immer ist ihre Trauer sichtbar, oft versteckt sie sich hinter aggressiven Verhaltensweisen oder anderen Verhaltensauffälligkeiten. Um eine Verfestigung der Trauersymptome zu vermeiden, bietet sich eine seelsorgerliche Begleitung an. Ein Konzept systemischer Seelsorge im Heim wird vorgestellt.

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